„Design für alle“ oder  „Universal Design“  bezeichnet ein aus den USA stammendes Gestaltungskonzept, das Alltagsgegenständen, Wohngebäuden und -räumen sowie der Umwelt eine an den menschlichen Fähigkeiten (inklusive aller Dispositionen) jeglicher Lebensabschnitte orientierte Form gibt. Dieses soll prinzipiell allen Menschen ermöglichen, entsprechend ihrer individuellen Wünsche und persönlichen Fähigkeiten am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und dabei selbstbestimmt und unabhängig zu leben – Alten wie Jungen, Klein- und Großwüchsigen, Menschen mit motorischen oder sensorischen ebenso wie mit kognitiven Einschränkungen. Universell gestaltete Produkte oder Architekturen sind für jedermann intuitiv nutzbar – von der griffigen Türklinke bis hin zur Logik eines Wegesystems im Wohnumfeld. Gestaltung universell zu denken, verstehen wir als notwendige Grundlage unserer Entwurfsprozesse.

 

Alle Menschen – egal, in welchem Alter, in welcher Lebenslage oder körperlichen Verfassung sie sich befinden – möchten in einer gut nutzbaren und angenehmen, nicht-stigmatisierenden Umgebung leben. Diese zu schaffen, sehen wir als Aufgabe aller Akteure –  Wohnungswirtschaft, Politik, Architekten  und der gesellschaftlichen Gruppen. Aber es liegt in den Händen der Bauherren und Planer, schon heute so zu entwerfen, dass öffentliche Gebäude und Wohnungen in Zukunft flexibel an veränderte Lebensumstände anpassbar sind und gleichzeitig eine hohe Qualität in der Gestaltung aufweisen.